Internationale Strukturierung von Unternehmensaktivitäten zur Steueroptimierung: Rangliste Steueroasen

Nachfolgend eine Übersicht wichtiger Unternehmensstandorte aus steuerlicher Sicht in der EU und wichtige Industriestaaten. Über die Linkleiste rechts gelangen Sie zu den wichtigsten Unternehmenstandorten. Auf Wunsch übernimmt unsere Kanzlei die gesamten Dienstleistungen: Firmengründung im Ausland, Verhinderung der Annahme des Gestaltungsmissbrauchs (Stichworte: Scheinfirma, DBA-Missbrauchsklauseln usw.), ordentlicher Geschäftssitz, Ansässigkeitsbescheinigung, Treuhand-Dienste und Kontoeröffnung im Sitzstaat.

Übersicht: Unternehmenssteuern wichtiger Standorte

VAE: Keine Steuern für Unternehmen und Privatpersonen, außer für Banken und petrochemische Industrie. Unterhält mit vielen Staaten- auch mit Deutschland- ein DBA (Doppelbesteuerungsabkommen).

Madeira: EU*-Sonderzone, 5% Steuern für Unternehmen.

Kanarische Sonderzone (ZEC):EU*-Sonderzone, 4% Steuern für Unternehmen.

Bulgarien: EU*, 10% Steuern für Unternehmen

Irland und Zypern: EU*, 12,5% Steuern für Unternehmen.

Malta mit dem Malta Holding Modell: EU, 5% Steuern

Schweiz: Besteuerung abhängig vom Kanton, in Zug ca. 15% Gesamt-Steuerbelastung für Unternehmen. Unterhält mit vielen Staaten- auch mit Deutschland- ein Doppelbesteuerungsabkommen.

 
Übersicht: Unternehmenssteuern wichtiger EU-Standorte

*Firmengründung in der EU durch EU-Ansässige:

Positivwirkung der EU- Niederlassungsfreiheit, EU-Rechtschutz, EU-Mutter-Tochter-Richtlinie und EU-Fusionsrichtline. Keine Negativwirkung nationaler Regelungen zur Hinzurechnungsbesteuerung sofern ausreichend Substanz Escape im Sitzstaat. Steueroasen in der EU sind: Madeira (5%), kanarische Sonderzone/ZEC (4%), Zypern (12,5%) , Bulgarien (10%), Irland (12,5%), Malta mit dem Malta Holding Modell (5%).

Madeira und ZEC: Es sind Auflagen zu erfüllen, hinsichtlich Schaffung von Arbeitsplätzen und/oder Investitionen.

 

Weitere Länder EU - und EWR:

-Malta: Normal-Steuersatz beträgt 35%. Durch das Tax-Return-Verfahren (Refund of tax to share-holders) ist eine Endbesteuerung von 5%-10% auf der Betriebsstättenebene Malta erreichbar (es werden 5/7 bzw. 6/7 der gezahlten Steuern im Tax-Return-Verfahren an den Anteilseigner zurückerstattet). Allerdings müssen die Dividenden dann auch an den Anteilseigner ausgeschüttet werden, was eine Besteuerung beim Dividendenempfänger zur Folge hat. Eine weitere Alternative besteht in der Zwischenschaltung einer Malta Holding: Eine Malta Holding wird Eigner der Malta Limited, Rückerstattung dann an die Malta Holding.

-Gibraltar: 10% Ertragssteuern. Allerdings unterhält Gibraltar kein Doppelbesteuerungsabkommen mit anderen Ländern, was sich nachteilig gestalten kann. Das DBA England/z.B. Deutschland ist nicht anwendbar.

-Liechtenstein

Liechtenstein hat sein Steuerrecht grundlegend geändert und ist nun "EU-rechtskonform" geworden. Der Normalsteuersatz für Unternehmen beträgt nunmehr 12,5%. Für Einnahmen aus Patenten und Lizenzen gibt es Steuerprivilegien. Beteiligungserlöse (Holding) werden nicht besteuert. Liechtenstein hat zudem ein Doppelbesteuerungsabkommen u.a. mit Deutschland geschlossen.

Zu beachten ist allerdings, dass derzeit die Regelungen der EU-Mutter-Tochter-Richtlinie und/oder EU–Fusionsrichtlinie im Kontext einer Firmengründung in Liechtenstein nicht anwendbar sind. Hier muss die Entwicklung abgewartet werden. Gleiches in Bezug auf die Nicht-Wirkung nationaler Regelungen zur Hinzurechnungsbesteuerung. So entfaltet z.B. die Deutsche Hinzurechnungsbesteuerung nach §8 AStG volle Wirkung. Anwendbar ist allerdings grundsätzlich die EU Niederlassungsfreiheit und Urteile zur Niederlassungsfreiheit (EU Rechtschutz).

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